Mittwoch, 2. November 2011

Von Franz Josef nach Queenstown, Wildlife in Otago Peninsula und Fischen in Kaikoura

Die Weiterfahrt mit dem Magic Bus ging an der Westküste der Südinsel entlang und bietet ein unbeschreibliches Panorama, das von hohen Gebirgen und mächtigen Seen geprägt ist. Endlose Weiten, umrahmt von steilen Klippen, vermitteln den Eindruck von unberührter, ursprünglicher Natur, die an manchen Orten lediglich von den in Neuseelands unzähligen Schafen bewohnt wird.



Doch schon bald erreicht man die nächsten Anlaufstelle des Neuseeland-Touristen: Queenstown- ein absolutes Muss, da hier, eingebettet zwischen den Bergen, Abenteuersport (immerhin stammt von hier das erste kommerzielle Bungy-Springen) und Erholung aufeinandertreffen.







In Otago Peninsula bekommen Touristen die einmalige Gelegenheit, in die teilweise einzigartige Tierwelt Neuseelands einzutauchen und den Tieren in ihrem natürlichen Lebensraum ganz nah zu kommen.
Mit einem ortskundigen Führer, ohne den man an die meisten Schauplätze auch gar keinen Zutritt hätte, begibt man sich auf die Spuren von verschiedenen Vogelarten- vor allem der Königsalbatros beeindruckt durch seine Größe (die Flügel haben eine Spannweite um die 3 Meter) und seinen entspannten, schwebenden Flugstil.

Über eine Schafsheide gelangt man zu einer versteckten Robbenkolonie, wo man die Tiere toll beobachten kann, wobei der Führer immer darauf bedacht ist, dass man die Tiere nicht stört oder beunruhigt.


Gleich am benachbarten Strand dösen ganz entspannt einige Seelöwen, die in den Abendstunden erst langsam wach werden und dann zur Nahrungsjagd ins Meer aufbrechen.

Das kann dann schon mal mit der Rückkehr der Gelbaugenpinguine kollidieren, die zur gleichen Zeit von ihrem Tagesgeschäft im Ozean zurückkehren. Zunächst noch guter Dinge tauchen sie aus dem Wasser auf, werden aber nervös, wenn die die Seelöwen entdecken - schließlich sind sie potenzielle Beute...Da ist der ein oder andere Pinguin schonmal verwirrt, wo er hinlaufen soll, was den Zuschauern ein amüsantes Schauspiel liefert.


Doch wenn der Riese am Strand seelenruhig weiterschläft, wagen sich die kleinen Tierchen mutig an ihm vorbei in das bewachsene Hinterland, wo sie ihren Schlafplatz manchmal auch mit ein paar Lämmern teilen müssen.


Und obwohl die Gelbaugenpinguine, die älteste noch lebende Pinguinart, die auch nur auf der Südinsel Neuseelands lebt, sehr schüchterne Lebewesen sind (wer kann es ihnen verübeln, schließlich gibt es nur noch 4000 von ihnen), kann man ihnen mit ein bißchen Glück, Geduld und absoluter Ruhe ganz nahe kommen.







Der nächste Stop wurde in Kaikoura, einem kleinen Fischerort am Pazifischen Ozean, eingelegt- ein idealer Ort, um einen kleinen Ausflug auf einem Fischkutter zu machen.
Mit Kapitän Jerry und seinem Skipper Nick, dem ein Bein und einige Finger fehlen und der wie ein echter Seemann flucht, ging es hinaus auf hohe See. Zunächst wurden die Langusten eingeholt, eine teure Spezialität, von der wir jeder eine mit nach Hause nehmen durften.

Anschließen führte die Fahrt, von Delphinen begleitet, weiter aufs Meer hinaus, wo ein ordentlicher Seegang einen schon mal ins Schwanken brachte. Hier wurden die Angeln mit Ködern gespickt und jeder unser 5er Crew stand nun an der Reling, um sein Glück zu versuchen. Wie sich herausstellte, habe ich ein ausgeprägtes Talent zum Fische fangen und so brachte ich einen nach dem anderen an Bord- unser Abendessen war gesichert!

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