Donnerstag, 27. Oktober 2011

Die Reise mit dem Magic Bus geht stetig weiter und jeden Tag fahren wir an einen neuen Ort durch die spaktakuläre Landschaft Neuseelands.

Zwischendurch gibt es immer mal wieder Stops, zum Beispiel um eine Seehund-Kolonie zu beobachten.





Auch wenn das Wetter nicht immer mitspielt- der Busfahrer lässt es sich nicht entgehen, uns auch zu wunderschönen Stränden und Aussichtspunkten zu bringen.







Weiter ging es zu den Pancake Rocks, riesige Steinformationen, die aus hunderten, vielleicht sogar tausenden Schichten bestehen, die wie Pfannkuchen aussehen (wenn man genau hinguckt...)



Nach so viel frischer Luft, darf man sich Abends dann auch mal ein ausgiebiges Dinner mit den neugewonnenen Freunden gönnen.


Am nächsten Tag ging es weiter in zu einem Örtchen am Fluss, das für seine Goldminen bekannt ist- da wollten wir natürlich sofort mitmischen und auch ein bißchen Goldwaschen.



 Unser nächster Stop war Franz Josef (der Ort hat diesen eigentümlichen Namen, weil ein Österreicher ihn entdeckt hat), bekannt für seinen beeindruckenden Gletscher, auf den wir zwar nicht raufstiegen, aber schon der Weg dorthin war toll.







Jeden Tag gibt es so viele neue, aufregende Dinge zu entdecken- und das alles so weit weg von zu Hause...

Dienstag, 25. Oktober 2011

Jump!

Als wir in dem beschaulichen Örtchen Taupo ankamen, wusste ich schon, dass jeder, der in Neuseeland Fallschirmspringen will, es auf Grund des niedrigen Preises (im Verhältnis zu anderen Plätzen- teuer ist es immer noch) hier macht. Todesmutig trug ich mich auf der Liste ein und wurde mit zwei meiner Mitreisenden zum Flugplatz gefahren. Aber schade, das Wetter war zu schlecht zum Springen und Henni für die nächsten Stunden erstmal erleichtert.
Doch am nächsten Tag war es soweit: um 14 Uhr holte das Team mich und einige „Mitspringer“ ab und es konnte losgehen. Die erste Angst wich, sobald die ganze Action losging: rein in der Anzug, Gurte anlegen, festzurren und immer mal wieder überprüfen.
Dann machte ich mich mit meinem Tandem-Partner (alleine lassen sie die verrückten Touris dann doch nicht hüpfen) und 4 weiteren mutigen Helden auf den Weg in ein kleines Flugzeug, das uns innerhalb von 20 Minuten auf 15.000 feet brachte. Die Aussicht war atemberaubend, was jedoch zur Nebensache wurde, als die Luke geöffnet wurde. „Jetzt geht’s los“ sagte mein Springmeister, der zufällig Deutscher war und an den ich so fest geschnürt war, dass nicht ich mich Richtung Ausgang bewegte, sondern er mich quasi dorthin trug. Meine Beine hingen schon aus dem Flugzeug, ein letztes Lächeln Richtung Kamera und schon war ich draußen und befand mich im freien Fall. Die ersten Sekunden waren wie ein kleiner Schock, ich war unfähig zu denken oder mich zu orientieren. Doch dann streckte ich die Arme aus und fiel einfach nur noch- und das eine gute Minute lang, bis der Fallschirm geöffnet wird. So segelten wir noch weitere 4 Minuten über den riesigen Lake Taupo, unter mir Wasser, drum herum die bergige Landschaft Neuseelands- ein einzigartiger, wunderschöner Ausblick. Die Landung war sanft und ich war glücklich, überdreht und auch ein bißchen stolz auf mich.











Der Abend gab dann Anlass, dieses Erlebnis zu feiern, denn Neuseeland stand im Rugby Final und das mit dem World Cup im eigenen Land. Wie bei uns zur WM gab es Public Viewing, eine Fanmeile und unzählige Menschen in unzähligen Pubs und wir mitten drin. Als die „All Blacks“, die neuseeländische Mannschaft, das Spiel dann auch noch gewann, war kein Halten mehr. Die Menschen auf der Straße feierten und tranken und wir mischten natürlich kräftig mit.
Der Nachteil an dieser ausgelassenen Feierei zeigte sich am nächsten Morgen: um 7.30 fuhr der Bus weiter und dementsprechend ging es den Insassen: schlecht.
Trotzdem schleppten wir uns durch unterirdische Höhlen mit leuchtend grünen Glühwürmchen bis hin zum National Park, wo die klare, frische Luft uns wieder ein bißchen auf die Beine half und wir den Abend mit einem großen Barbecue, das unser Busfahrer organisiert hatte, ausklingen ließen.





Samstag, 22. Oktober 2011

Der Magic Bus

Nun bin ich also in Neuseeland und habe etwa drei Wochen Zeit um das Land kennenzulernen. Ich könnte dies auf eigene Faust versuchen, allerdings gibt es hier mehrere Busunternehmen, die einem das Reisen erleichtern. Ich habe mich für „Magic“ entschieden, mit denen ich in 18 Tagen an 16 verschiedene Orte fahren werden: ein straffes Programm, aber das tolle Team nimmt einem vieles ab, was man sonst allein organisieren müsste. Am Morgen wird als erstes ein Zettel mit möglichen Unterkünften für die nächste Nacht rumgereicht, auf dem man nur ankreuzen muss, wo man gern als nächstes schlafen möchte. Gleichzeitig kann man sich auf einer Liste für eine der unzähligen (leider aber auch kostspieligen) Aktivitäten eintragen. Auf dem Weg von A nach B hält der Bus an den populärsten Orten, sodass man ja nichts verpassen kann. Die Gruppen sind relativ klein, sodass man schnell Anschluss findet und nette Menschen trifft. Ich hätte nicht gedacht, dass ich mich für ein „Touri-Unternehmen“ so begeistern kann, aber die ersten zwei Tage waren wirklich schön.
Nach dem Start in Auckland, wo wir auf einem unaktiven Vulkan einen tollen Überblick über die Stadt bekamen, ging es weiter durch wunderschöne Landschaften zu dem Hauptdrehort von „Herr der Ringe“- leider kann man hier zur Zeit keine Touren machen, da gerade „Der Hobbit“ gedreht wird. Doch allein die kleinen Schäfchen und die unendlichen Weiten dieser Farm reichten, um Begeisterung auszulösen.


Am Abend kehrten wir in Rotorua ein, einer kleinen Stadt, die voll von Schwefelquellen ist, die zwar eine heilende Wirkung haben sollen, aber einen ziemlich strengen Geruch im Ort verbreiten.

Am nächsten Morgen ging es vom größten und stark blubbernden „Schlamm Pool“ Neuseelands, zu einem Wasser spuckenden Geysir und anschließend ins Wai-O-Tapu Wonderland, einem Naturpark mit bunten Gesteinen, Seen und weiteren blubbernden und qualmenden Löchern- ein Naturschauspiel, dass man wohl nur an wenigen Orten der Welt bewundern darf.




Montag, 17. Oktober 2011

Letzte Tage

Nach den erholsamen Tagen in Byron Bay ging es wieder zurück nach Sydney, zurück in mein altes Hostel, wo mich gleich einige bekannte Gesichter empfingen- fast ein Gefühl wie „nach Hause“ kommen. Außerdem erwartete mich auch die liebe Tina hier, die ich bereits auf Bali kennengelernt hatte. So verbrachten wir ein gemeinsames Wochenende mit Shoppen, Kaffee trinken und am Strand liegen- Sydney zeigte sich von seiner besten Seite und verwöhnte uns mit strahlendem Sonnenschein.



Am Abend zogen wir dann, nach einem gemütlichen Bbq im Hostel und einigen Gläsern Wein durch Kings Cross- hier war nicht nur mein Hostel, hier ist auch die beliebteste Ecke zum Ausgehen in Sydney.


Sonntag ging es dann ans Abschiednehmen- ich traf mich nochmals mit Alia und ihren Freundinnen zum High Tea, eine in Sydney zur Zeit sehr angesagte Form des „Teetrinkens“ im englischen Stil, sehr fancy, sehr dekadent und gerade darum etwas, was man sich zum Ende mal gönnen darf.



Am Abend folgte noch ein Sushi Kurs mit einer japanischen Mitbewohnerin, die uns ganz ambitioniert in die Geheimnisse ihrer Küche einweite.


So vergingen die letzten Tage meines Australienaufenthaltes wie im Fluge, wie es ja meistens ist, wenn man eine besonders schöne Zeit erlebt.
Und nun verlasse ich dieses riesige, wundervolle Land mit seiner beeindruckenden Kultur, den aufregenden Städten und den besonderen Menschen, um mich in Neuseeland in neue Abenteuer zu stürzen.

Dienstag, 11. Oktober 2011

From Sunrise to Sunset

Wer es in Byron Bay früh genug aus den Federn schafft (was bei durchgelegenen Hostelmatratzen gar nicht so schwer fällt), der wird mit einem atemberaubenden Sonnenaufgang belohnt. Der Strand ist noch fast menschenleer (bis auf einige motivierte Jogger) und der Marsch zum berühmten Leuchtturm, dem östlichsten Punkt Australien, wirkt um einiges idyllischer, als wenn die Touristenmassen hier entlangströmen.









Anschließen kann man, und genau so habe ich es gemacht, sein Frühstück an einen der etwas versteckteren Strände genießen und in der morgendlichen Ruhe fast das Gefühl bekommen, man wäre der erste aller Menschen hier.



Wenn einen dann noch die Wunder der Natur überraschen, kann man kaum besser in den Tag starten.




Und dort, wo man den Tag begonnen hat, kann man ihn auch enden lassen, in der wunderschönen Sonnenuntergangs-Kulisse von Byron Bay.