Wenn ich darüber nachdenke, was ich in Brisbane gesehen habe oder wie mir die Stadt gefallen hat, dann finde ich nicht wirklich eine Antwort- in Brisbane habe ich mir eine kleine Sightseeing-Auszeit genommen. Ich bin zwar einmal durch die Stadt gewandert, was sich als ganz schöner Marsch herausstellte, da ich etwa 4 km außerhalb residierte, aber motiviert alles zu Fuss erledigen wollte und der Ortsname Red Hill seinem Namen alle Ehre macht und tatsächlich den ein oder anderen Hügel, wenn nicht sogar Berg aufweist.
Dieser Vorort und sein Nachbarort Paddington waren so beschaulich und gemütlich, dass ich gerne hier meine Zeit verbrachte: in kleinen Cafes, Buchgeschäften oder anderen hübschen Shops.
Die ein oder andre Stunde verbrachte ich aber auch einfach auf er Couch, denn, welch Glück, verbrachte ich tage bei einer verwandten von Muttis Freundin, die ich über Facebook kontaktiert und die mich darauf hin gleich eingeladen hat, bei sich zu wohnen. So also landete ich bei Kirsten und ihrer Mitbewohnerin Nina (und, nicht zu vergessen, Hund Leila, die extrem auf Unterwäsche, Schuhe und Haarbürsten steht...), mit denen ich lustige und entspannte Stunden verbrachte- eine nette Abwechslung zum Hostelleben.
Natürlich wollten mich die beiden auch in ihre Ausgehkultur einführen, die am Freitag mit After Work Drinks beginnt. Um etwa 16 Uhr macht man sich also mit dem ersten Drink in der Hand schick, um dann gegen 17 Uhr in die erste Bar zu gehen, die bereits um diese Uhrzeit gut gefüllt ist- der Australier gönnt sich nach einer harten Arbeitswoche gerne mal einen Drink.
Damit ich aber auch ein bißchen Abwechslung bekam, hoppten wir durch vier verschiedene Bars und Pubs, hatten gegen 19 Uhr schon ordentlich einen im Tee und zappelten dementsprechend ausgelassen um 19.02 Uhr auf der Tanzfläche rum. So komisch das der Uhrzeit entsprechend klingen mag- alles völlig normal hier, wir waren nicht die einzigen.
Kurz nach Mitternacht ging es dann ins Taxi, nochmal schnell durch den McDrive und dann ab nach Hause ins Bett- so hat man viele Stunden wild gefeiert und kommt trotzdem zu ausreichedn Schlaf- ein Konzept, das ich in Deutschland durchzusetzen versuche...
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