Mittwoch, 7. September 2011

2nd Day

Der zweite Tag startete mit einem Spätaufsteher-Frühstück um halb elf, nachdem ich in der Nacht von Mücken attackiert wurde (immerhin bisher keine Bettwanzen) und erstmal ausschlafen musste. Neben dem leckeren Obstteller gab es heute sogar Marmelade aufs Toast, die zwar komisch aussah, aber durchaus lecker schmeckt. Dann holte Areef mich ab und es ging zum Strand, diesmal zum Abschnitt ohne Liegen und Schirme und dafür mit vielen kleinen Surfschulen für ambitionierte Anfänger- aber nein, ich werde es nicht ausprobieren.




Es gab eisgekühlte Drinks und herrliche Momente, als am Nachbartisch eine Gruppe von Touris von den einheimischen Welnessdamen belagert wurde (und, man glaubt es kaum, manche Herren lassen sich am Strand von diesen Damen sogar die Ohren reinigen- sehr interessantes Unterfangen).




Nachmittags holten wir bei Areef zu Hause die Motorradhelme ab und hier bekam ich auch noch ein anderes Gesicht der Insel zu sehen, die Ecken, in denen keine Touristen zu finden sind und die Menschen in sehr einfachen, für deutsche Verhältnisse ärmlichen Zuständen leben. Doch Areef ist zufrieden mit dem, was er hat und genau das macht vielleicht den Charme der Balinesen aus. Weiter ging es also mit dem Moped Richtung Süden und man muss sagen, dass die Fahrweise der Indonesier wirklich faszinierend ist- trotz Helm überlegte ich bereits, was ich wohl bei einem Beinbruch machen würde.



Etwa eine Stunde gings es von der Schnellstraße über wackelige Landstraßen und durch kleine Orte, wobei nach einer knappen Stunde Fahrt der Popo ganz schön schmerzte. Zur Erfrischung gab es am Ziel eine frische Kokosnuss, aus der die Milch direkt getrunken wird. Drrekt neben uns tummelten sich unzählige Affen, die nicht nur eine Sonnenbrille am Nachbartisch stibizten, sondern sich auch über Essens- und Getränkereste hermachten.



Wir waren nun am Pura Luhur Ulu Watu, einem alten Tempel direkt am Meer, der zum Sonnenuntergang eine wunderschöne Kulisse abgibt und beweist, warum Bali auch die „Insel der Götter“ genannt wird.


 

Schließlich wurde es auch wieder Zeit fürs Abendessen und ich, der „Boss“ wie Areef mich nennt, entschied mich für Saté Spieße- serviert mit Erdnusssoße und Reis in einem heruntergekommenen „Warung“ (so nennt man hier die kleinen Restaurants, bzw. Imbiss-/Straßenstände), in den sich wahrscheinlich kein Tourist jemals verirrte und mir darum umso besser gefiel: Es schmeckte einfach fantastisch.


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