Um acht Uhr, also für mich am frühen Morgen, holte ein Fahrer mich und zwei deutsche Mädels aus unserem Hotel ab: wir hatten am Vortag einen kleinen Ausflug gebucht. Es ging an den Strand und von dort aus mit einem kleinen Speedboot, in dem außer uns noch eine Gruppe Japaner an Bord waren, zur kleinen Nachbarinsel Lembongan. Nach einer halben Stunde Fahrt erwartete uns dort nach dem obligatorischen Begrüßungsdrink eine kleine Kajak Tour am Strand entlang- wenig spektakulär, aber mal was anderes. Weiter ging es dann mit unserem Boot ein paar hundert Meter ins offene Meer hinaus, wo wir an einer Tauchstation bereits erwartet wurden.
Zunächst durften wir ein bißchen zwischen den wunderschönen Korallenriffen schnorcheln, bis es zeit für das Highlight war: der Marine Walk. Mit Tauchschuhen und einem Bleigürtel ausgestattet ging es an einer Leiter ins Meer- allerdings nicht mit Beatmungsgerät, sondern mit einem riesigen weißen Helm, in dem unter Wasser (ich nehme an durch Unterdruck oder so, lässt sich bestimmt physikalisch erklären) eine Art Luftblase bildete, in die immer neuer Sauerstoff gepumpt wurde. In Begleitung von zwei Tauchlehrern konnte man so tatsächlich auf dem Meeresgrund in etwa 3 Meter Tiefe rumspazieren, ohne einen Tropfen Wasser im Gesicht zu haben. Mit reichlich Fischfutter in der Hand konnten wir die zahlreichen bunten Fische um uns scharen und zwischen ihnen umherlaufen.
Ein bißchen fühlt man sich da wie ein Astronaut, wenn man sich so leichtfüßig zwischen den Korallen bewegt und ab und zu das Gefühlt hat, nach oben getrieben zu werden. Von diesem Erlebnis und der farbenfrohen Wasserwelt völlig begeistert, ging es zurück an Strand, wo uns bereits ein reichhaltiges Mittagessen erwartete- die Füße im Sand, der Blick aufs mehr: besser geht’s nicht.
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