Mittwoch, 14. September 2011

Shoppen und Entspannen...

...gehören zu den elementare Tätigkeiten auf Bali, weshalb es mich gestern morgen erneut auf den Markt von Ubud zog- angeblich lässt es sich am Morgen noch besser verhandeln, da das erste Geschäft Glück für den ganzen Tag bringen soll. Mit dem festen Willen, ein paar ordentliche Schnäppchen zu machen, begab ich mich ins morgendliche Getümmel zwischen frühstückende Händler und erste Touristen.
Von allen Seiten rufen dir die Verkäufer zu: "Watches, cheap watches!"- "Sarong madame, you want sarong? good price!" Jaja, der gute Preis startet dann meist in horrenden Dimensionen und man setzt bei der Verhandlung am besten weit unter der Hälfte an- so habe ich es auf jeden Fall gemacht und erntete meist entsetzte Blicke von den Händlern. Man merkte förmlich wie sie dachten: "Du dreiste Touristin hat doch genug Geld, jetzt gib schon was ab davon", sagten aber "Please madame, a little bit higher, for good luck!" Aber ich ließ mich nicht beeindrucken (ich wollte nämlich selber "good luck"), gab nicht nach und konnte so einige Sachen für einen guten  preis erstehen, der mit Sicherheit auch den Verkäufern noch genug einbrachte- sonst hätten sie nicht verkauft. So nahmen sie aber mein Geld, klopften damit ihreWare ab, ein oft gesehenes Ritual hier, das wohl Erfolg für den weiteren Verkauf garantieren soll.







Erschöpft von den Verhandlungen und dem chaotischen Marktgewusel freute ich mich auf meinen bevorstehenden Spa-Termin, zu dem ich mich motiviert zu Fuß auf den Weg machte. Genrell wird man hier nämlich recht gehfaul, da an jeder Ecke ein "Transport" wartet und dich für verhältnismäßig wenig Geld von A nach B kutschiert. Da ich mir am Vorabend aber ein "Death by Chocolate Cake"-Schokokuchen gegönnt hatte, dachte ich mir, ein wenif Bewegung könne nicht schaden. Dass ich einige Male fast von einem Mofa umgefahren wurde, mich innerhalb der 5 Straße von Kuta verlief und die Teerstraße plötzlich zu einem Schotterweg durch die Reisfelder wurde, vergass ich schnell, als ich das Spa betrat. Eine Oase der Ruhe, nur leise Klänge der einheimischen Gamelan-Musik und eine balinesische Angetellte, die mich eine Stunde lang durchknete- und dass mit einer Kraft, die ich so einer kleinen Person niemals zugetraut hätte. Hallelujah, da hab ich wirklich jede Verspannung in meinem Körper gespürt. Danach wurde ich von oben bis unten mit einer speziellen Gewürz-Körper-Maske eingeschmiert,sodass ich wie ein leckeres indonesisches Curry roch. Beim Abduschen hatte ich übrigens meine erste warme Dusche auf Bali- ein Traum.
Anschließen bekam ich noch eine intensive Gesichtbehandlung mit Masken, Cremes und Massage, bei der ich zum etwa dritten Mal einnickte- der Entspannungseffekt halt.
Nun fehlten nur noch die Haare, die mit einer Intensivmaske gepflegt wurden, inklusive unzähliger Kopfmassagen versteht sich. Während die Maske unter einer Haube einwirkte, brachte mir die freundliche Angestellte noch einen Obstteller und Ingwertee- viel mehr bedarf es wirklich nicht.

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