Montag, 19. September 2011

Bye Bye Bali

Nun sind die zwei Wochen auf Bali so gut wie vorbei und so sehr ich mich auf Sydney freue, so sehr werde ich auch wehmütig, diese wunderschöne Insel mit ihren ganz besonderen Eigenheiten zu verlassen, denn nachdem der erste Kulturschock überstanden war, hab ich mich innerhalb der zwei Wochen tatsächlich fast „eingelebt“. Außerdem habe ich in diese kurzen Zeit wirklich einige tolle Menschen kennengelernt, die mir neuen Input oder auch einfach ein gefühl von Heimat vermittelt haben.

Es gibt aber natürlich auch Dinge, die mir nicht besonders fehlen werden:
  • die zum Teil leider doch mangelnde Sauberkeit, besonders im „Nassbereich“
  • Kakerlaken im Badezimmer
  • die ständige Frage: „Transport?You need transport?“
  • Männer mit Jacken übern Kopf am Strand, die mich ungeniert beobachten und Fotos machen
  • Bagger-Versuche: mein Reiseführer sagte zwar, dass man sich als alleinreisende Frau keine Gedanken um die einheimischen Männer machen muss- das ist Quatsch. Ob auf der Straße, am Strand, im Taxi, im Krankenhaus (unfassbar aber wahr- aber keine Sorge, wegen mir waren wir nicht da)- überall machen die Männer einen als europäische Frau an. Mal ist es noch ganz süß und charming wie zum Beispiel die jüngeren Surflehrer am Strand, aber oft, wie zum Beispiel in ernsten Momente im Krankenhaus, ist das einfach nur nervig.

Des Weiteren gibt es hier Dinge, die mich besonders überrascht oder auch verwirrt haben:
  • Benzinverkauf in Wodkaflaschen am Straßenrand
  • McDelivery!!!! Ja, man kann sich hier von Mc Donalds (Burger Kind, KFC und Co.) das Essen nach Hause bringen lassen
  • Holzpenisse in allen Variation (ob als Flaschenöffner oder nur als „Deko“), die es an jeder Ecke gibt

Vor Allem aber, gibt es hier unzählige Dinge, in die ich mich geradezu verliebt habe:
  • die Farben, die einem hier überall entgegenleuchten, ob in der wilden Natur, auf den Märkten oder am Strand. Und überall in der Stadt, vor jedem Geschäft, Hauseingang, Restaurant findet man sogenannte „offerings“, also Opfergaben. Neben farbenfrohen Blüten werden hier oft auch Kekse, Reis und Bonbons beigelegt.
  • das Essen: auch wenn ich ab und zu mal ein klassisches Sandwich brauchte – die Küche hier ist einmalig und entgegen meiner Erwartung sehr bekömmlich
  • der Strand: wenn ich am Strand saß, mit einer Flasche „frestea“ (bester Eistee überhaupt) in der Hand, um mich herum die herumalbernden indonesischen Surflehrer, mit Blick aufs offene Meer, dann war das einfach perfekt
  • die Menschen: zwar konnte ich gerade am Anfang die Einwohner hier nicht besonders gut einschätzen, aber ich habe sie lieben gelernt. Obwohl sie hier zum Teil in wirklich sehr ärmlichen Verhältnissen leben, scheinen sie sich nie zu beschweren, sondern sind immer freundlich und zu Scherzen aufgelegt – die muss man auch erst verstehen lernen, aber dann kann man wirklich Spaß mit den Balinesen haben.


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